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Urlaub in Kroatien / Dubrovnik

Auch an meinem letzten Tag in Dubrovnik bin ich wieder auf dem Weg in die Altstadt. Die Strecke von meinem Hotel zu der zwei Kilometer breiten Stadtmauer ist schon so vertraut für mich, dass ich meinen Reiseführer, den ich mir auf dem Leipziger Flughafen gekauft habe, nur noch selten aus der Tasche hole. An der Bushaltestelle vor dem Pile-Tor nimmt der Touristenstrom zu. Familien richten ihre Fotoapparate aufeinander und nehmen sich – die hohe Stadtmauer oder das beeindruckende Tor im Hintergrund – gegenseitig auf. Auch ich habe an meinem ersten Tag in der Stadt alles fotografiert, was mir vor die Linse kam. Schon vor meiner Reise hatte mich die wunderbar erhaltene Altstadt Dubrovniks auf Bildern fasziniert. Genau genommen war sie sogar ein wesentlicher Grund für meine Lastminutereise bei reisezauber.com.
Obwohl sich die Menschen auf der Zugbrücke nur mühsam vorwärts schieben und vor dem Tor bereits Schlange stehen, werde ich nicht nervös. Ich habe den ganzen Tag Zeit, mir noch einmal die Gedenktafel am inneren Tor anzusehen, die auf die Zerstörungen im jüngsten Krieg hinweist, um dann den großen Onofrio-Brunnen mit seinen sechzehn Wasserspeiern zu bewundern, bevor ich auf dem glatten Pflaster des Stradún – der Hauptsraße der autofreien Altstadt – weiter entlang rutsche. Heute spürt man kaum noch, dass die Straße eigentlich mal ein Wasserkanal war, der die beiden Siedlungen Dubrava und Ragusa voneinander trennte, bevor er zugeschüttet und mit jenen besonders glatten Pflastersteinen ausgelegt wurde. Beide Seiten dieses breiten Weges säumen Geschäfte, Restaurants und Cafés. Am Ende öffnet er sich zum Platz Luza, an dem ich wie immer zunächst stehen bleibe. Dieser Anblick von gotischen und barocken Gebäuden, sowie Bauwerken aus der Renaissance, nimmt mir immer wieder den Atem. Am beeindruckendsten ist der 31 Meter hohe Uhrturm, dessen Geläut früher entweder drohende Gefahr oder einen Versammlungsaufruf bedeutete. Aber auch der wesentlich jüngere Ratspalast, in dem sich heute das Rathaus und ein Kleinkunsttheater befinden, kann ich mir immer wieder anschauen. Ebenso natürlich den Palazzo Sponza mit seinen verzierten Arkaden oder die Rolandsäule. Schon jetzt rieche ich die salzige Luft des Alten Hafen von Dubrovnik, der hinter dem Platz Luza liegt, sehe das kleine Fischrestaurant vor mir, deren Besitzerin mir auf die Schulter klopft und fragt, ob ich mich nicht setzen möchte. Während ich mit all den anderen Touristen vor dem Pile-Tor darauf warte, dass es weitergeht, weiß ich, was mich hinter dem inneren Tor erwarten wird und ich wünschte, ich könnte jeden Tag hierher zurückkommen.

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