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Wirtschaftsprofil – Polen
Wichtige Wirtschaftszweige
Seit der Einführung der freien Marktwirtschaft 1989 hat eine erfolgreiche Umstrukturierung der polnischen Wirtschaft stattgefunden. Die Industrie und der Dienstleistungssektor sind heute die wichtigsten Arbeitgeber. Die bedeutendsten Industriezweige sind die Bereiche Lebensmittelverarbeitung, Energieversorgung, Bergbau und Hüttenindustrie, Maschinen, Elektrogeräte, Fahrzeuge und Textilien. Der Anteil des Dienstleistungssektors am BIP beträgt ca. 65,5 % , der Industrie ca. 31,7 % und der Landwirtschaft ca. 2,8 % (Stand: 2005). Seit 1990 wird ein ständiger Rückgang des Anteils der Land-, Forstwirtschaft und Jagd am Bruttoinlandprodukt (BIP) verzeichnet. Dennoch beschäftigt die Landwirtschaft immer noch 16,4 % (Stand: 2004) aller aktiven Arbeitnehmer in Polen. Haupterzeugnisse sind Roggen, Weizen, Hafer, Zuckerrüben und Kartoffeln. Nutzvieh ist ein bedeutender Devisenbringer. Die polnische Landwirtschaft ist weiterhin von einem sehr hohen Anteil kleiner Betriebe, mangelhafter Infrastruktur und fehlenden Beschäftigungsalternativen geprägt.
Die Bedeutung des privaten Sektors in der Wirtschaft nimmt weiter zu. Der Privatsektor erwirtschaftet inzwischen 70 % des BIP und beschäftigt rund 70 % (Stand: 2003) der Arbeitnehmer. Der Anteil des privaten Sektors an der Industrieproduktion, im Montage- und Baubereich und im Einzelhandel steigt kontinuierlich und wird durch die Privatisierung der Telekommunikation, der Energieerzeugung und der polnischen Staatsbahn weiter anziehen. Er steigt in der Industrieproduktion, im Montage- und Baubereich und im Einzelhandel kontinuierlich weiter, die Privatisierung der Großbetriebe, insbesondere in den schwierigen Branchen wie z.B. Stahlindustrie/Hütewesen, erfolgt jedoch sehr zögerlich.
Der Tourismussektor hat Wachstumspotential. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2004 kamen mit rund 52 Millionen Besuchern 20 % mehr Touristen nach Polen als im Vorjahreszeitraum.
Wirtschaftslage
Polen konnte in den neunziger Jahren ein starkes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Nach etwa zweijähriger Stagnation setzte 2003 ein erneutes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,8 % ein, das 2004 mit 5,5 % eine lange nicht mehr gesehene Dynamik entwickelte. In 2005 wuchs das BIP um 3,2 %. Als Zugpferde dienten wie in den 90-er Jahren wieder eine hohe Inlandnachfrage, Privatisierungen und gesteigerte Exporte in die Länder der EU. Die Inflationsrate lag auch 2005 mit 2,1 % deutlich unter 5 % – ein unbestreitbarer Erfolg der polnischen Antiinflationspolitik der 90-er Jahre. 2004 machte die Inflationsrate mit 3,5 % zwar einen Sprung nach oben, konnte dem Wirtschaftswachstum aber dennoch nichts anhaben.
Die trotz anhaltenden Wirtschaftswachstums hohe Arbeitslosigkeit ist eines der zentralen Probleme Polens. Die Arbeitslosenquote verharrte bis 2003 jahrelang bei 19 % und sank bis 2005 auf 17,6 %. Dennoch hatte Polen damit weiterhin die höchste Arbeitslosenquote in der Eurozone. Das Haushaltsdefizit lag 2003 bei 5 % des BIP und ging 2005 auf 4,7 % zurück.
Der polnische Außenhandel entwickelte sich wie in den letzten Jahren auch 2005 dynamisch. Das Schwergewicht hat sich dabei auf die EU-Länder verlagert (70 % der Exporte und 61 % der Importe), wobei Deutschland eine herausragende Stellung einnimmt. Besonders erfreulich entwickeln sich seit einiger Zeit die polnischen Exporte. Unterstützt durch ausländische Direktinvestitionen, sind viele polnische Erzeugnisse inzwischen auch qualitativ wettbewerbsfähig.
Wirtschaftspolitik
Im Rahmen der Integration im EU-Raum, die an erster Stelle steht, beabsichtigt die Regierung eine Vereinfachung des Steuerwesens und die Werbung neuer ausländischer Investitionen. Tiefere Steuern als in den Nachbarländern (insbesondere Deutschland) sollen den Standort Polen attraktiver machen. Es wird allgemein damit gerechnet, dass Polen dem Europäischen Währungssystem (EWS II) frühestens 2007 beitreten wird und den Euro erst gegen Ende des Jahrzehnts einführen kann. Namentlich das hohe Haushaltsdefizit bildet derzeit eine Hürde.
Handelspartner
Deutschland, Italien, Russische Föderation, Frankreich, Großbritannien, China (VR), Tschechische Republik und die Niederlande
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Am 1. Mai 2004 trat Polen der Europäischen Union (EU) als Mitglied bei. Polen ist auch Mitglied der ILO, IMF, UNO, UNESCO, FAO, UNICEF, WHO, UNHCR, ITU, GATT, WMO, WTO (1995), OECD (1996), UPU, OSShD, ICAO, IMO, UNCTAD, UNDP, UNIDO, WIPO, INTERSPUTNIK, UNEP, IBSFC, HELCOM, OSCE, IFC, Weltbank, EBRD, Europarat, Ostseerat und der NATO. Polen ist ferner Gründungsmitglied der CEFTA.
Umgangsformen
Relativ formell, Geschäftsreisen sollten lange im Voraus vereinbart werden. Angestellte in staatlichen Organisationen und Behörden machen keine Mittagspause und nehmen dafür ihre Hauptmahlzeit nach 15.00 Uhr ein. Geschäftszeiten: Mo-Fr 07.00-16.00 Uhr.
Kontaktadressen
Wirtschafts- und Handelsabteilung der Polnischen Botschaft
Glinkastraße 5-7, D-10117 Berlin
Tel: (030) 220 25 51. Fax: (030) 229 24 51.
E-Mail: info@wirtschaft-polen.de
Internet: www.wirtschaft-polen.de
Abteilung für Handel und Investitionen der Polnischen Botschaft
Titlgasse 15, A-1130 Wien
Tel: (01) 877 73 12. Fax: (01) 877 35 97.
E-Mail:
Internet: www.handelsratpolen.at
Wirtschafts- und Handelsabteilung der Polnischen Botschaft
Elfenstrasse 9, Postfach 198, CH-3006 Bern
Tel: (031) 350 82 82. Fax: (031) 351 34 57.
E-Mail: postmaster@weh-pl-bern.ch
Internet: www.weh-pl-bern.ch
Handelskammer Schweiz-Mitteleuropa (SEC)
c/o SOFI, Stauffacherstr. 45, CH-8026 Zürich
Tel.: (044) 249 48 80. Fax: (044) 249 49 66.
E-Mail: info@sec-chamber.ch
Internet: www.sec-chamber.ch
Deutsch-Polnische Wirtschaftsförderungsgesellschaft AG
Ul. Kobylogórska 68 , PL-66-400 Gorzów Wlkp (Landsberg an der Warthe)
Tel: (095) 720 83 40. Fax: (095) 720 83 41.
E-Mail:
Internet: www.twg.pl
Polsko-Niemiecka Izba Przemyslowo-Handlowa (Polnisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer)
Ul. Miodowa 14, PL-00-246 Warszawa
Postanschrift: P.O. Box 62, PL-00-952 Warszawa
Tel: (022) 531 05 00. Fax: (022) 531 06 00.
E-Mail:
Internet: www.ihk.pl
Krajowa Izba Gospodarcza (Handelskammer)
Trebacka 4, PO Box 361, PL-00-074 Warszawa
Tel: (022) 630 96 00. Fax: (022) 827 46 73.
E-Mail:
Internet: www.kig.pl
Konferenzen/Tagungen
Die größten Konferenzzentren befinden sich in Warschau, Posznan, Krakau, Wroclaw und Gdansk, einige andere Städte bieten ebenfalls Konferenzeinrichtungen.
Masuren
Weiter östlich liegt das Gebiet Masuren mit vielen Seen, Flüssen, Kanälen, Mischwäldern und Sümpfen. Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt umfasst mehrere Naturschutzgebiete und Reservate, die oft nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Kajak erreichbar sind. Die größten der masurischen Seen sind der Sniardwy-See (Spirdingsee) und der Mamry-See (Mauersee). Wisente leben im Bialowieza, einem der letzten großen Waldkomplexe Europas. Masuren ist eine stille Ferienregion, in der man Segeln, Kanufahren und Zelten kann. In Olsztyn (Allenstein), der größten Stadt Masurens, liegt eine renovierte Burg aus dem 14. Jahrhundert mit historischen Sammlungen und herrlichem Ausblick.
Tief im masurischen Wald liegt Ketrzyn (Rastenburg). Sehenswert sind u. a. die gotische Wehrkirche, die Ordensburg aus dem 14. Jahrhundert (umgebaut im 16. und 17. Jahrhundert), die heute ein Museum beherbergt, und das Alte Rathaus. 8 km von Ketrzyn entfernt, in Gierloz (Görlitz), befinden sich die Gebäudeüberreste von Hitlers Wolfsschanze, seinem ehemaligen Hauptquartier, wo er sich während des Krieges oft aufhielt. Hier wurde im November 1944 ein Attentat auf ihn verübt, das jedoch missglückte. 1992 wurde an dieser Stelle eine zweisprachige Gedenktafel angebracht in Erinnerung aller Personen, die für ihr Aufbegehren gegen die nationalsozialistische Diktatur mit ihrem Leben bezahlten.
Die Seengebiete Pojezierze Pomorskie und Pojezierze Lubuskie sind aufgrund ihrer Nähe zu Deutschland beliebte Urlaubsziele.
Gdansk (Danzig)
Dieser wichtige Ostseehafen ist eine geschichtsträchtige Stadt. Wahrzeichen Danzigs ist das hölzerne Krantor aus dem Jahre 1444. Gegenüber stehen die historischen Speicher der Stadt. Wie in anderen zerstörten polnischen Städten wurde das Stadtzentrum nach historischem Vorbild wieder aufgebaut. Viele der Bürgerhäuser stammen aus dem 16. Jahrhundert. Durch das Viertel Glowne Miasto ziehen sich neun Hauptstraßen, die zum Ufer der Mottlau führen. Am Langen Markt mit seinen restaurierten Renaissancehäusern steht der Artushof aus dem 15. Jahrhundert. Direkt daneben befindet sich das Rechtsstädtische Ratshaus (14. – 16. Jahrhundert), in dessen Sälen eine Ausstellung des Historischen Museums zu bewundern ist. Von dem 82 Meter hohen Turm hat man einen schönen Blick auf die Stadt. Auch der Lotsenturm im Stadtteil Nowy Port bietet eine Aussichtsplattform, von der aus der Danziger Hafen und die gegenüber liegende Westerplatte zu sehen ist. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zur Halbinsel Hela. Als Besucher sollte man sich auch das Goldene Tor aus dem 17. Jarhundert ansehen. Die riesige gotische Marienkirche ist die wichtigste Sehenswürdigkeit Danzigs und eine der größten Kirchen in Polen. Der Innenraum bietet Platz für mehr als 20.000 Menschen, hier befindet sich auch eine berühmte astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert. Die Kathedrale im Stadteil Oliwa ist besonders für die Akustik ihrer Orgel bekannt. Der Badeort Sopot (Zoppot) hat den längsten Pier Europas (500 m).
Ausflüge
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Die bewaldete Hel-Halbinsel, die kaschubische Seenplatte und die Schmalspurbahn an der Weichsellandzunge sind leicht zu erreichen. Die Ritterordensburg in Malbork (Marienburg) stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Stadt Torun (Thorn), Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet, war der Geburtsort des Astronoms Nikolaus Kopernikus. Das Nikolaus-Kopernikus-Museum ist besonders sehenswert.
Szczecin (Stettin)
Obwohl Szczecin 60 km von der Odermündung entfernt liegt, ist die Stadt der größte polnische Ostseehafen. An die Zeit, als Szczecin die Hauptstadt Pommerns war, erinnern das Schloss der pommerschen Prinzen (14. Jh.) und die Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert.
Ausflüge
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Die Badeorte an der pommerschen Küste wie Kolobrzeg (eher elegant) oder Leba (ein ruhiger Urlaubsort mit einem Sandstrand) bieten Abwechselung vom Stadtleben. Die Buchenwälder des Wolin-Nationalparks beheimaten den seltenen europäischen Seeadler. Wunderschön ist auch der Slowinski-Nationalpark mit seiner eigentümlichen Landschaft.
Poznan (Posen)
Diese Stadt an der Warta (Warthe) liegt in der westpolnischen Tiefebene. Einen Besuch im Rathaus am alten Marktplatz mit seinen Barockhäusern, dem Gorki-Palast, dem Dzyalinski-Herrenhaus (heute ein Hotel), der Johanneskirche (12. Jh.), der Maria Magdalena-Kirche, im Nationalmuseum und dem Przemyslaw-Schloss lohnt sich. Auch hier gibt es eine Ostrow-Tumski-Insel, auf der der Peter- und Paulsdom steht. An den vielen Waldseen in der Umgebung gibt es gute Wassersportmöglichkeiten.
Ausflüge
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In Gniezno ist die spätgotische Kathedrale sehenswert. Biskupin mit einer gut erhaltenen archäologischen Fundstätte aus der Zeit um 500 v. Chr. liegt in der Nähe. Ein Kleinod des Architekten Schinkel erwartet den Besucher am Ortsrand von Kornik. Das in einem Park gelegene Wasserschloss bietet eine interessante Sammlung von Möbeln, Manuskripten und Büchern. Auch das Schloss Rogalin mit einer Gemäldesammlung liegt in einem Park.
Wroclaw (Breslau)
Diese Stadt geht auf böhmische Ursprünge zurück. Hier wurde zuerst auf der Ostrow-Tumski-Insel (Kathedralen-Insel) eine befestigte Ortschaft angelegt. Auf einer Länge von insgesamt 90 km durchziehen Kanäle und Nebenflüsse der Oder die Stadt, die über 100 Brücken hat. Der Alte Markt und der benachbarte Salzmarkt sind von Bürgerhäusern umgeben, die im gotischen und barocken Stil wiederaufgebaut wurden. Der Bau des gotischen Rathauses am Marktplatz wurde im 13. Jahrhundert begonnen, die Ostfassade wird von einer schönen astronomischen Uhr aus dem Jahre 1580 geschmückt. Die Dominsel Ostrow Tumski ist der älteste Teil der Stadt, hier steht die zweitürmige Kathedrale Johannes des Täufers, die im 13./14. Jahrhundert gebaut wurde. Die St. Ägidienkirche und die Kirche St. Martin reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Auf der benachbarten Wyspa Piaskowa (Sandinsel) steht die Kirche St. Maria im Sande aus dem 14. Jahrhundert. In der Universität gibt es eine wunderschöne barocke Aula, die Leopoldina, zu besichtigen.
Ausflüge
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Die Bade- und Kurorte des Klodzko-Tals, die Stolowe-Berge, die Skiorte der Karkonosze-Berge an der tschechischen Grenze und mittelalterliche Städte wie Swidnica, Bolslawiec und Paczkow sind schöne Ausflugsziele. Interessant ist auch ein Abstecher nach Walbrzych (Waldenburg) mit dem Schloss Fürstenstein und dem Palast der Alberti-Familie, dem heutigen Regionalmuseum.
Kraków (Krakau)
Krakau, bis 1596 die Hauptstadt Polens, liegt in den bewaldeten Ausläufern des Tatra-Gebirges. Die Stadt wurde im 2. Weltkrieg kaum zerstört und bietet eine Fülle an architektonischen Stilepochen. Das Stadtzentrum wurde zum Weltkulturerbe erklärt. Der Marktplatz Rynek Glowny ist der Mittelpunkt der Altstadt, hier befinden sich mehrere Tuchhallen aus dem 13. Jahrhundert. In der Marienkirche kann man den weltberühmten Holzaltar von Veit Stoß bewundern. Die Universität wurde 1364 gegründet und ist eine der ältesten Europas. Kopernikus’ astronomische Instrumente sind in der Universität ausgestellt. Am südlichen Rand der Altstadt liegt der Wawelberg, gekrönt von dem berühmten Königsschloss. Von hier hat man einen schönen Ausblick über die Stadt. Neben dem Schloss liegt die Königliche Kathedrale, in der viele polnische Könige begraben liegen. Das Czartoryski-Museum beherbergt Sammlungen alter Kunstwerke.
Im Stadtviertel Zablocie liegt die ehemalige Fabrik “Emalia” von Oskar Schindler, in der während des Nationalsozialismus Juden arbeiteten, die der Unternehmer dadurch vor der Vernichtung rettete. Die Stätte ist heute Museum.
Ausflüge
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Die interessanten Salzminen von Wieliczka liegen 13 km von Kraków entfernt. Das ehemalige Konzentrationslager Oswieciem (Auschwitz) mit einer Gedenkstätte liegt 54 km westlich der Stadt. Die Blendowska-Wüste ist vielleicht die einzige europäische Wüste. Wadowice ist der Geburtsort Papst Johannes Paul II. Das Marienporträt, das der Heilige Lukas gemalt haben soll, befindet sich in der großen Klosteranlage von Czestochowa, etwa 100 km nördlich von Kraków.
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Zakopane liegt 112 km südlich von Kraków im Herzen der Tatra, einem herrlichen Naturpark mit seltener Tier- und Pflanzenwelt.
Ausflüge
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Organisierte Ausflugsfahrten gibt es zu den Dunajec-Stromschnellen, bei denen man die eindrucksvolle Landschaft des Koscieliska-Tals durchquert. Eine Zahnradbahn führt auf den 1990 m hohen Kasprowy Wierch, von dem man eine herrliche Aussicht genießen kann. Der zauberhafte Bergsee Morskie Oko ist einen Besuch wert.
Warszawa (Warschau)
Im 2. Weltkrieg wurde das an der Weichsel liegende Warszawa völlig zerstört, inzwischen hat man die Altstadt jedoch wieder originalgetreu aufgebaut. Der Marktplatz Rynek Starego Miasta ist der Mittelpunkt, umringt von Häusern und Bauten, deren Ursprünge aus dem 16. und 17. Jahhrundert stammen. Die gesamte Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Im kunstvoll restaurierten Wilanów-Palast ist eine seltene Sammlung von Gemälden und Möbeln untergebracht, und in der Orangerie ist ein Plakatmuseum zu Hause. Das wieder aufgebaute Königliche Schloss sollte auf jeden Fall besichtigt werden. Es gehörte einst den Fürsten von Masowien und wurde Ende des 16. Jahrhundert zur königlichen Residenz umgebaut. Hier beginnt der Königsweg, der durch die Einkaufstraße Nowy Swiat und die Ujazdowskie-Allee im Regierungsviertel bis zum südlich gelegenen Schloss Wilanow führt. Der Lazienki-Palast liegt in einem Garten mit einem griechischen Freilufttheater und einem Chopin-Denkmal.
Ausflüge
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Zelazowa Wola (53 km westlich von Warszawa) ist ein Park, in dem Chopins Geburtshaus steht. Der Kampinos-Nationalpark mit seinen Wäldern und Sümpfen erstreckt sich über 340 qkm. Der Bialowiezá-Nationalpark ist 1250 qkm groß und besteht aus einem alten Wald, der sich entlang der russischen Grenze erstreckt. Hier kann man den Wisent (europäischen Bison) noch in freier Wildbahn beobachten. Lublin liegt 164 km südöstlich von Warszawa und ist eine mittelalterliche Stadt mit fünf Universitäten.
Kommunikation – Polen
Telefon
Internationale Direktdurchwahl.
Mobiltelefon
GSM 900 und 1800. Mobilfunkgesellschaften (alle Dualband 900/1800) sind Polkomtel (Internet: www.plusgsm.pl), Polska Telefonia Cyfrowa (Internet: www.era.pl) und PTK Centertel (Internet: www.idea.pl). Roaming-Abkommen bestehen.
Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum Eurotarif nutzbar. Kunden aller europäischen Mobilfunknetzbetreiber führen automatisch alle Telefonate im und aus dem EU-Ausland zum Eurotarif. Für andere Mobilfunkdienste wie SMS, MMS und Datenübertragungen gilt der Eurotarif hingegen nicht.
Internet/E-Mail
Internetanbieter sind SuperMedia (Internet: www.supermedia.com.pl), Internet Technologies Polska (Internet: www.it.pl) und GTS Polska (Internet: www.gts.pl). Internetcafés gibt es in allen größeren Städten.
Telegramme
Kann man in den Hauptpostämtern oder telefonisch aufgeben.
POST- UND FERNMELDEWESEN
Briefe innerhalb Europas sind etwa 3-4 Tage unterwegs. Postlagernde Sendungen kann man an alle Postämter des Landes schicken. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Sa 08.00-20.00 Uhr. Einige Hauptpostämter in größeren Städten sind rund um die Uhr geöffnet.
Deutsche Welle
Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.
internationaler Reiseverkehr – Polen
Flugzeug
Polens nationale Fluggesellschaft heißt LOT Polish Airways (LO) (Internet: www.lot.com). Gute Direktverbindungen von
- Frankfurt/M. nach Gdansk (Danzig), Warszawa (Warschau), Katowice (Kattowitz), Kraków (Krakau), Pozan und Wroclaw (Breslau),
- Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln, Stuttgart und München nach Warszawa,
- Düsseldorf nach Katowice (Kattowitz),
- Hamburg nach Gdansk (Danzig),
- München nach Gdansk (Danzig), Katowice (Kattowitz), Poznan, Warszawa und Wroclaw sowie
- Genf und Zürich nach Warszawa (Warschau).
LOT bietet täglich Flugdienste von Zürich direkt nach Warszawa und von Genf über München oder Frankfurt nach Warszawa. Von Wien wird Warszawa mehrmals täglich angeflogen. Nähere Auskünfte von den LOT-Stadtbüros (s. Reiseverkehr – National).
Lufthansa (LH) bietet außerdem regelmäßige Linienflüge von Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, München und Stuttgart direkt nach Warszawa sowie von Düsseldorf und Frankfurt/M. direkt nach Katowice an. Eine weitere Flugverbindung besteht zwischen Frankfurt und Rzeszów im Südosten Polens.
Air Berlin (AB) bietet Flüge von Berlin-Tegel nach Krakau an.
Internationale Flughäfen
Warszawa (WAW) (Okecie) (Internet: www.lotnisko-chopina.pl) liegt 10 km südwestlich der Stadt. Fahrzeit: Bus 30 Min., Taxi 20 Min.
Flughafeneinrichtungen: Bank, Duty-free-Shop, Touristen-Information, Mietwagenschalter, Hotel-Reservierungsschalter, Gepäckaufbewahrung, Post (Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.00-20.00 Uhr, Sa 08.00-14.00 Uhr), Bars, Restaurants, Internetzugang in den Lounges.
Bustickets sowie inländische und internationale Bahntickets sind bei den Reise- und Touristenbüros (u.a. beim Reisebüro Orbis) in den Ankunfts- und Abflugshallen und am Zeitungskiosk RUCH erhältlich.
Die Busgesellschaft Intercity Polski Express bietet regelmäßige Direktverbindungen zu 30 Städten in Polen an. Die Bushaltestellen befinden sich direkt vor der Ankunftshalle zwischen dem Terminalgebäude und dem mehrstöckigen Parkhaus. Die Busse 175 und 188 fahren täglich alle 10-15 Minuten nach Warschau und halten auch am Bahnhof und in der Altstadt (Fahrzeit: 30 Min.). Der Nachtbus N32 fährt von 23.09-04.39 Uhr. Einige Hotels haben Shuttlebusse. Der Taxistand befindet sich vor der Ankunftshalle.
Kraków (KRK) (Balice John Paul II) (Internet: www.lotnisko-balice.pl) liegt 11 km westlich der Stadt. Bar, Wechselstube, Mietwagenschalter, Touristeninformation, Duty-free-Shops u.a. Geschäfte, Internet-Kiosk. Die Busse 292 und 208 fahren vor dem Terminal ab (Fahrzeit zum Zentrum: 35-40 Min.). Eine Schnellbahn fährt ca. 200 m vom Terminal T1 in nur 16 Min ins Stadtzentrum. Kostenlose Shuttlebusse fahren zwischen T1, T2 und der Bahnstation. Taxis vorhanden.
Wroclaw (WRO) (Strachowice) (Internet: www.airport.wroclaw.pl) liegt 8 km außerhalb der Stadt. Bank, Konferenzraum, Mietwagenschalter, Duty-free-Shop, Post, Restaurants, Geschäfte. Der Bus 406 fährt wochentags alle 20-30 Min., sonn- und feiertags alle 40 Min. zum Bahnhof/Busbahnhof. Der Nachtbus 249 fährt auf der Linie Flughafen-Jarno?tów zweimal pro Nacht. Taxis stehen vor dem Terminal.
Daneben gibt es kleinere Flughäfen in Gdansk (GDN) (Internet: www.airport.gdansk.pl), Katowice (KTW) (Internet: www.gtl.com.pl) und Poznan (POZ) (Internet: http://www.airport-poznan.com.pl/en/, die auch im internationalen Verkehr angeflogen werden.
Schiff
Adler Schiffe (Internet: www.adler-schiffe.de) veranstaltet Fahrten von den deutschen Badeorten auf Usedom nach Miedzyzdroje/Misdroy auf der polnischen Ostseeinsel Wolin. Folgende Verbindungen werden regelmäßig angeboten:
- Heringsdorf/ Bansin/ Ahlbeck auf Usedom und Swinoujscie/ Swinemünde
- Heringsdorf/ Bansin/ Ahlbeck auf Usedom und Miedzyzdroje/ Misdroy auf Wolin
- Kamminke auf Usedom und Swinoujscie/ Swinemünde
- Kamminke auf Usedom und Nowe Warpno/ Neuwarp mit Bustransfer nach Szczecin/Stettin. Ausflugsfahrten werden im Sommer auch von Sassnitz nach Swinoujscie/Swinemünde geboten.
Pol Ferries (Internet: www.polferries.pl) betreiben ganzjährige Liniendienste zwischen Polen und Skandinavien auf den Strecken
Gdansk – Nynäshamn bei Stockholm/Schweden,
Swinoujscie – Ystad/Schweden,
Swinoujscie – Kopenhagen und
Swinoujscie – Rønne, Insel Bornholm/Dänemark (nur im Sommer).
Die Generalvertretung in Deutschland nimmt Buchungen entgegen: Reisebüro DARPOL, Wilmersdorfer Str. 20, D-10585 Berlin (Tel: (030) 342 00 74. Internet: www.darpol.com).
Hanseatic Tours und Transocean Tours (Internet: www.transocean.de) fahren im Rahmen von Kreuzfahrten Szczecin (Stettin) und Swinoujscie (Swinemünde), Aida Cruises (Internet: www.aida.de) Gdynia (Gdingen) und Gdansk (Danzig) an. Finnlines (www.finnlines.com) bietet eine Verbindung zwischen Lübeck/Travemünde und Gdynia an.
In den Sommermonaten verkehrt ein Ausflugsschiff von Berlin über Havel, Oder-Havel-Kanal und Oder bis nach Szczecin (Stettin). Dort schließt sich eine Stadtrundfahrt an. Weitere Informationen von: Stern und Kreis Schiffahrt GmbH, Puschkinallee 15, D-12435 Berlin (Tel: (030) 536 36 00. Internet: www.sternundkreis.de).
Bahn
Zwischen Deutschland und Polen gibt es folgende wichtige Zugverbindungen:
3 x tgl. Berlin Zoo – Warschau
3 x tgl. Berlin Zoo – Posen
1 x tgl. Hamburg – Berlin Zoo – Krakau
1 x tgl. Amsterdam – Berlin – Stettin
Nachtverbindungen:
Brüssel – Köln – Hannover – Warschau
Berlin Lichtenberg – Warschau
Berlin Lichtenberg – Danzig
Berlin Lichtenberg – Krakau
Berlin Lichtenberg – Elk (Masuren) (nur von März bis September)
D-Nacht: Basel – Freiburg – Offenburg – Karlsruhe – Mannheim – Frankfurt – Fulda – Warschau.
D-Nacht: München – Ingolstadt – Nürnberg – Würzburg – Fulda – Warschau.
Euro Night: Amsterdam – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Dortmund – Hamm – Warschau.
Zwischen Österreich und Polen gibt es folgende wichtige Zugverbindungen:
Wien -Warschau (Schnellzug mit Schlafwagen, Fahrzeit 8 Std. 30 Min.)
Die beste Verbindung von Österreich aus führt durch die Tschechische Republik, tagsüber verkehren Eurocitys nach Warszawa (Wien – Warszawa: 7 Std. 34).
Von der Schweiz fährt man entweder über Prag oder Wien.
Vom nördlichen Deutschland aus fahren Züge der Polnischen Staatsbahnen (Internet: www.pkp.com.pl) zumeist über Berlin und Szczecin bzw. Frankfurt/O., im Süden über Dresden und Görlitz. Es verkehren Züge von Angermünde nach Szczecin, von Berlin nach Gdansk, Gorzów, Wroclaw, Katowice (Kattowitz) und Kraków sowie von Leipzig nach Wroclaw und Kraków. Außerdem gibt es Verbindungen zwischen Berlin und Kostrzyn/Küstrin (Regionalzug) sowie zwischen Berlin und Swinoujscie/Swinemünde in der Sommersaison (Fahrtdauer: ca. 4 Std. 30 Min.). Ein direkter Regional-Express-Zug der Deutschen Bahn vebindet Dresden mit Wroclaw.
Berlin-Warszawa-Express
Der Berlin-Warszawa-Express von Deutscher Bahn und PKP verkehrt dreimal täglich in beide Richtungen. In dem Zug gilt ein besonders günstiger Tarif. Das Globalpreissystem beinhaltet bereits die automatische Platzreservierung. Der Zug mit Speisewagen benötigt für die Strecke zwischen beiden Hauptstädten nur sechs Stunden (Berlin-Poznan gut drei Stunden). Durch die günstige Lage der Abfahrtzeiten (z.B. morgens früh ab Berlin, spätnachmittags ab Warszawa) eignet sich die Verbindung auch gut für Kurzreisen nach Warszawa oder Pozna.
Auskünfte erteilen die Verkehrsvertretungen der Polnischen Staatsbahnen (Panoramastraße 1, D-10178 Berlin (Tel: (030) 24 72 99 98).
InterRail: Kinder (4-11 Jahre), Jugendliche (12-25 Jahre) und Erwachsene (ab 26 Jahren), die seit wenigstens 6 Monaten einen festen Wohnsitz in Europa, der GUS oder der Türkei haben, können InterRail nutzen.
Der InterRail Ein-Land-Pass ist erhältlich für Reisen in knapp 30 europäischen Ländern einschließlich Mazedonien und der Türkei und ist gültig an wahlweise 3, 4, 6, 8 Tagen innerhalb 1 Monats in einem Land. Kinder von 4-11 Jahren fahren zum halben Erwachsenen-Preis.
Der InterRail Global-Pass ermöglicht Reisen durch mehrere Länder und wird mit unterschiedlichen Gültigkeitsdauern angeboten. Es können entweder 5 Tage aus 10 Tagen Gesamtgültigkeit oder 10 aus 22 gewählt werden. Möglich ist auch eine kontinuierliche Zeitdauer von 22 Tagen oder von 1 Monat.
Anmerkung (Bahn)
Fahrkarten und Ermäßigungen für Bahnreisen in Europa
Ermäßigungen in Form von Pauschalpreisen gibt es mit dem Europa Spezial Polen bei grenzüberschreitenden Fahrten zwischen Deutschland und Polen. Mit der Bahncard 25 erhält man eine zusätzliche Ermäßigung. Es gelten bestimmte Voraussetzungen (Fahrt mit dem ICE/EC auf mindestens einer DB-Teilstrecke, keine Nachtfahrten, etc). Weitere Informationen erteilt die Deutsche Bahn (Internet: www.bahn.de).
Bus/Pkw
Die Straßenverbindungen sind gut und zahlreich. Das Autobahnnetz in Polen befindet sich noch im Aufbau. Zu den viel befahrenen Strecken gehört die A4 Görlitz – Breslau sowie Frankfurt/Oder – Warschau. Auf der deutschen Seite verbindet die A4 den Raum Dresden mit dem Grenzraum Görlitz. Auf der polnischen Seite wurde das letzte fehlende Teilstück für die Autobahn vom Grenzübergang Görlitz/Zgorzelec bis nach Wroclaw (Breslau) im August 2009 in Betrieb genommen. Damit gibt es eine direkte Autobahnverbindung von Dresden über Wroclaw bis nach Krakau.
Rund um die Uhr geöffnet sind die folgenden deutsch-polnischen Grenzübergänge:
Ahlbeck – Swinemünde (Usedom),
Linken – Lubieszyn,
Pomellen – Kolbaskowo,
Rosow – Rosowek,
Schwedt – Krajnik Dolny,
Hohenwutzen – Osinow Dolny,
Kietz – Kostrzyn,
Frankfurt/O. – Slubice,
Frankfurt/O. – Swiecko,
Guben – Gubin/Gubinek,
Forst – Olszyna,
Bad Muskau – Leknica,
Podrosche – Przewoz,
Ludwigsdorf – Jedrzychowice,
Görlitz – Zgorzelec und
Zittau – Sieniawka/Porajow.
Der Grenzübergang Ostritz – Krzewina Zgorzelecka ist nur für Fußgänger und Fahrradfahrer geöffnet.
Fernbus: Eurolines-Busse (Internet: www.eurolines.com) fahren von und nach Polen. Fahrplan- und Tarifinformationen sind erhältlich von den Eurolines-Vertretungen in
- Deutschland (Deutsche Touring GmbH, Adresse: Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M. Tel: (069) 79 03 50. Internet: www.deutsche-touring.com),
- Österreich (Eurolines Austria – Blaguss Reisen GmbH, Internet: http://eurolines.blaguss.at/index.php und der
- Schweiz (Alsa + Eggmann, Internet: www.alsa-eggmann.ch).
Von Berlin gibt es regelmäßige Linienbusverbindungen nach Poznan (Posen), Wroclaw (Breslau), Szczecin (Stettin), Warszawa (Warschau) u.a. Städte. Auskünfte: Berlin Linien Bus GmbH (Tel: (030) 86 19 33 1. Internet: www.berlinlinienbus.de).
Gullivers Reisen fährt zahlreiche Städte im Linienverkehr an, u.a. Gdansk, Warszawa, Wroclaw und Krakow. (Tel: (030) 89 06 60 0. Internet: www.gulliver.de).
Auf der Internet-Seite des polnischen Fremdenverkehrsamtes (Internet: www.polen-info.de) sind weitere Linienverbindungen zu finden.

