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Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt – Kuba

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 18.05.2009

Aktuelle Informationen zur Influenza A(H1N1)

Aktueller Hinweis

Drei schwere Wirbelstürme hatten im Herbst 2008 in einigen Provinzen Schäden an Infrastruktur (Straßen, Strom- und Wasserversorgung, Telefonleitungen) und Gebäuden hinterlassen. Reisende müssen weiterhin mit Beeinträchtigungen im infrastrukturellen Bereich rechnen.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Die Gefahr terroristischer Anschläge in Kuba wird als sehr niedrig eingeschätzt.

Kriminalität

Im Vergleich zu anderen Fernreisezielen ist der Tourismus auf Kuba immer noch sicher. Allerdings werden auch auf Kuba Touristen Opfer von Eigentumsdelikten, von Körperverletzung, in seltenen Fällen auch von Gewaltverbrechen. Vor allem Individualreisende sollten daher ähnliche Vorkehrungen wie in anderen Ländern in der Region treffen:

Sie sollten nicht Ihr gesamtes Bargeld bei sich führen und es auf mehrere Stellen am Körper verteilen, den mitgeführten Geldbetrag nicht zur Schau stellen sowie Bargeld und Originalreisepass im Hotelsafe verwahren.

Wertvolle Gegenstände sollten im Handgepäck transportiert werden, denn es gibt Fälle aufgebrochener Koffer an den Flughäfen.

Naturkatastrophen

Kuba befindet sich in der durch Wirbelstürme gefährdeten Zone der Karibik (Wirbelsturm-Saison von Juni bis November). Es muss mit Tropenstürmen, starken Regenfällen und unter Umständen auch mit Erdrutschen gerechnet werden. Reisende sollten die regionalen Wettervorhersagen verfolgen und die Hinweise der lokalen Sicherheitsbehörden beachten.

Aktuelle Informationen über Wirbelstürme sind im Internet u.a. unter http://www.nhc.noaa.gov abrufbar.

Einreisebestimmungen – Kuba

Anmerkung

Advanced Passenger Information System (Apis):
Das System der vorab erfassten Passagierdaten, Advanced Passenger Information System (Apis) genannt, verlangt die Registrierung der folgenden personenbezogenen Daten der Passagiere durch die transportierende Fluggesellschaft:
Name, Vorname, Geburtsdatum, Nationalität, Passnummer, Land des Wohnsitzes, Destination, Art des Reisedokuments und Geschlecht.
Die Daten werden beim Check-in erfasst.

Zusätzlich muss bei der Einreise die Adresse der ersten Unterkunft in Kuba angegeben werden.

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Deutscher Kinderausweis mit Lichtbild bis zum vollendeten 16. Lebensjahr oder Reisepass.
Hinweis zum Kinderausweis und Kinderreisepass: Es werden keine neuen Kinderausweise mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Visum

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle angegebenen Länder:
(a) Slowakische Republik;
(b) Reisende im Besitz einer [1] Touristenkarte: Die kubanischen Konsulate bzw. Konsularabteilungen der Botschaften (s. Adressen) stellen sowohl für Einzelpersonen als auch an Reisebüros (für Pauschal- oder Individualreisen) Touristenkarten aus, die für je eine Reise für eine Dauer von 30 Tagen in Verbindung mit einer Hotelbuchung innerhalb von 180 Tagen ab der Ausstellung gültig sind. Eine Verlängerung kann in Kuba beantragt werden, wird in der Regel aber nur bei vorliegender Hotelbuchung genehmigt.
Bei der Einreise muss die Adresse der Unterkunft angegeben werden.
Ist ein Aufenthalt von mehr als 30 Tagen Dauer geplant, muss vor der Abreise im Herkunftsland ein Visum beantragt werden.

[2] Für Geschäftsreisen ist ein Visum erforderlich. Der Geschäftspartner in Kuba holt dafür eine Genehmigung ein, nach deren Erhalt die Botschaft im Wohnsitzland das Visum ausstellen kann. Falls dieses Visum nicht durch den Geschäftspartner in Kuba angewiesen wird, kann das Geschäftsvisum auch bei der Botschaft in Berlin beantragt werden (s. Adressen).

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 72 Stunden weiterfliegen und über gültige Weiterreisedokumente verfügen, benötigen kein Transitvisum. Der Transitraum darf zwecks Übernachtung im Hotel verlassen werden. Jeder Transitreisende muss pro Tag über umgerechnet 50 US$ verfügen.

Visaarten

Besuchervisum (für Familienangehörige kubanischer Staatsbürger), Geschäftsvisum und Transitvisum.

Gültigkeitsdauer

90 Tage ab Visaerteilung für maximal 30 Tage Aufenthalt (Verlängerung um 30 Tage in Kuba möglich, in der Regel mit vorliegender Hotelbuchung).

Antragstellung

Persönlich oder per Post bei der Konsularabteilung der Botschaft bzw. Konsulat (s. Adressen).

Aufenthaltsgenehmigung

Anfragen an die Botschaft (s. Adressen).

Bearbeitungszeit

Persönlich: Innerhalb von 24 Stunden. Postalisch: 5 Werktage bis zu mehreren Wochen.

Ausreichende Geldmittel

Alle Reisenden müssen pro Person und Tag des Aufenthalts über umgerechnet 50 US$ verfügen. Ausgenommen sind Reisende, die ihre Reise bei MINTUR in Kuba gebucht haben.

Einreise mit Haustieren

Für Katzen, Hunde, Vögel und Fische wird ein amtliches Gesundheitszeugnis aus dem Herkunftsland verlangt. Für Hunde wird zusätzlich ein Tollwutimpfzertifikat benötigt. Alle Zertifikate müssen ins Spanische übersetzt und vom Kubanischen Konsul im Herkunftsland ausgestellt werden. Jedes Tier muss maximal für 2 Wochen in Quarantäne.

Geld und Währung – Kuba

Währung

1 Peso Convertible = 100 Centavos. Währungskürzel: Cub$, CUC (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10 und 5 Cub$. Münzen sind im Wert von 1 Cub$ und im Wert von 20, 5, 2 und 1 Centavo im Umlauf.

Geldwechsel

Fremdwährungen können in allen kubanischen Banken, in Wechselstuben und bei Hotelrezeptionen zum geltenden Wechselkurs umgetauscht werden. Beim Tausch von US-Dollars wird 10% Kommission einbehalten. Der Peso Convertible (CUC) kann nur in Kuba umgetauscht werden. Geldwechsel ist am Flughafen, in Banken, Wechselstuben und auch in vielen größeren Hotels möglich.

Kreditkarten

Eurocard, MasterCard und Visa werden in allen größeren Hotels und Restaurants akzeptiert, nicht jedoch Kreditkarten US-amerikanischer Institute (American Express, Diners Club) oder Kreditkarten, die von Tochtergesellschaften US-amerikanischer Institute (z.B. Citibank) ausgestellt wurden. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Inzwischen kann Bargeld von Geldautomaten in einigen Bankfilialen (z.B. der Banco Financiero Internacional oder der Banco Metropolitano) abgehoben werden.

Reiseschecks

Reiseschecks von Thomas Cook und Barclay werden angenommen. Euro-Reiseschecks werden empfohlen. Die weiße Quittung, die man beim Einlösen eines Reiseschecks erhält, muss aufbewahrt werden. US-Dollar-Reiseschecks werden nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Fr 08.30-12.00 und 13.30-15.00 Uhr.

Anmerkung

Kuba hat den US-Dollar als Zahlungsmittel abgeschafft. Private Firmen, Hotels, Devisenläden und andere Einrichtungen dürfen seit November 2004 keine US-Dollar als Zahlungsmittel mehr annehmen. Touristen müssen mit konvertiblen Pesos (CUC) im Wert von 1:1 zum US-Dollar bezahlen. Der konvertible Peso entspricht nur in Kuba dem US-Dollar und darf nicht mit der Landeswährung, dem kubanischen Peso, verwechselt werden.
Der Euro kann als offizielles Zahlungsmittel in den folgenden Tourismusgegenden genutzt werden: In Varadero, Cayo Largo, Cayo Coco, Holguin, Santa Lucia und Playa Covarrubias. Diese Möglichkeit soll in Zukunft auf ganz Kuba ausgeweitet werden. Kubaner dürfen zwar weiterhin US-Dollars besitzen, doch die amerikanische Währung kann nur mit einem Abschlag von zehn Prozent in konvertible Pesos umgetauscht werden.

Hinweis

Kuba hat zwei verschiedene Währungen: Den konvertiblen Peso und den kubanischen Peso. Der konvertible Peso ist die Währung, mit der Touristen Dienstleistungen bezahlen können. Diese Währung steht 1 zu 1 mit dem US-Dollar. Der kubanische Peso ist eine subventionierte Währung und für die Bedürfnise der Kubaner gedacht. Damit können nur Kubaner in den so genannten Bodegas Lebensmittel und andere Produkten, welche subventioniert sind, kaufen. Dazu gehören auch die Bauernmärkte oder Transport etc.

Gesundheitshinweise – Kuba

Erforderliche Impfungen

Vorsichtsmaßnahmen

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz, auch in den Städten. Es ist mit einem erhöhten Risiko für die Viruskrankheit während der Sommerregenzeit, die immer bis Oktober andauert, zu rechnen.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung entspricht in Kuba nicht westeuropäischem Standard. Vor allem die technische Ausstattung, die hygienischen Zustände und die Versorgung mir Medikamenten in kubanischen Kliniken lassen zu wünschen übrig. Dies gilt auch für die wenigen für Ausländer vorgesehenen Spezialkliniken, in denen dennoch hohe Behandlungskosten entstehen können.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notrückführung wird empfohlen.

Gesundheitszeugnis

Ausländer, die länger im Land bleiben oder arbeiten wollen, müssen einen HIV-Test in spanischer Sprache vorweisen.

Anmerkung

[1] Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[2]
Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte außerhalb Havannas generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist pasteurisiert und Milchprodukte sind unbedenklich. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Vor dem Verzehr von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Land und Leute – Kuba

Essen & Trinken

Meeresfrüchte sind besonders beliebt, ebenso wie Omelette (oft mit Käse gefüllt), Schweinefleisch, Spanferkel, Huhn und Reis sowie gebratene grüne Kochbananen. Eine dicke Suppe aus Huhn oder schwarzen Bohnen wird ebenfalls häufig serviert. Als Dessert oder einfach zwischendurch bietet sich kubanisches Speiseeis an, das genauso gut schmecken soll wie italienisches Gelati. Gerichte in den Hotels sind nicht unbedingt ausgefallen, dazu gehören z. B. Huhn, Fisch, Käse und Schinken, frische Papayas, Melonen, Ananas, Mangos und Bananen. Zum Angebot der wohl schmeckenden Nachspeisen zählen Gebäck, Obsttorten, Karamelpudding und Guaven-Creme.

Getränke: Bars haben grundsätzlich Tisch- und Tresenbedienung. Kubanischer Kaffee ist weltberühmt und ausgezeichnet; kubanisches Bier ist nicht sehr stark, aber schmackhaft. Spirituosen sind teuer, mit Ausnahme von Rum, der in vielen Cocktails wie Daiquiris und Mojitos (ausgesprochen »Mo-chi-tos«) verwendet wird.

Das Nachtleben konzentriert sich auf Havanna, Varadero, Santiago de Cuba und Guanabo östlich von Havanna. Unterhaltungsprogramme werden oft vom Reiseveranstalter geplant und in Gruppen besucht. Es gibt verschiedene Shows, Nachtklubs und Theater. Im schon legendären Tropicana-Nachtklub werden ausgezeichnete Freilichtshows zu mitreißenden Salsarhythmen geboten. Theater, Oper und Ballett in Havanna haben das ganze Jahr über Spielzeit, und Karten sind nicht teuer, müssen jedoch im Voraus gebucht werden. Kinos zeigen Filme in Spanisch, einige haben jedoch Untertitel.

Einkaufstipps

Zu den besonders beliebten Mitbringseln zählen Zigarren, Rum, Kassetten mit kubanischer Musik und einheimisches Kunstgewerbe. Spezielle Devisenläden bieten auch Waren an, die sonst nicht erhältlich sind. In allen internationalen Flughäfen und einigen Hotels in Kuba gibt es Duty-free-Shops.

Öffnungszeiten
: Mo-Sa 09.00-18.00 und So 09.00-12.00 Uhr.

Sport

Alle Sportveranstaltungen im Land sind kostenlos. Baseball ist Nationalsport, aber Fußball und andere Ballspiele sind ebenfalls beliebte Freizeitbeschäftigungen. Es gibt zahlreiche Stadien, die Kubaner lieben Sportveranstaltungen – sei es als Zuschauer oder als aktive Teilnehmer. Wassersport: Tauchen, Wasserski, Rudern und Surfen bieten sich an. Besonders gute Tauchgründe findet man in den Gewässern vor der Isla de la Juventud. Die Strände sind im Sommer oft überfüllt, abgelegenere Strände bieten gute Tauch- und Angelmöglichkeiten, sind aber ohne eigenes Fahrzeug schwer erreichbar. In einigen Feriengebieten wird Reiten angeboten. Tennisplätze gibt es in größeren Orten. Golf kann man nur in Havanna und Varadero spielen (9-Loch-Plätze).

Veranstaltungskalender

März/April Karfreitagsprozession, Trinidad. Jun. Internationaler Hemingway Angelwettbewerb, Havanna. Jul. Fiesta del Fuego, Santiago de Cuba. 26. Jul. Feierlichkeiten des 26. Juli, versch. Orte. Jul.-Aug. Karneval, Havanna. Nov.-Dez. Internationales Jazzfestival, Havanna.

Weitere Informationen erteilt das Kubanische Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Sitten & Gebräuche

Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Die Kubaner grüßen sich mit Compañero, Besucher sollten Señor oder Señora benutzen. Alle Kubaner haben zwei Nachnamen, bei der Anrede benutzt man allerdings nur den ersten.

Kleidung: Seit der Revolution ist die Kleidung wesentlich legerer. Kubanische Männer tragen Guayabera (ein leicht faltiges Hemd, das über der Hose getragen wird). Elegante Kleidung ist selten nötig. Männer sollten nur in Strandnähe Shorts tragen. Frauen tragen tagsüber Baumwollkleider oder Hosen und Cocktailkleider zu besonderen Anlässen.

Trinkgeld:
Ein kleines Trinkgeld ist angemessen.

Rauchen:
In Kuba ist in allen öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln sowie in Kinos, Theatern, Geschäften, Restaurants, Bars und Kneipen Rauchen verboten. Gastbetriebe können aber Raucherzonen haben, die durch Mauern und Türen abgeschlossen und mit Luftabzugs-Einrichtungen ausgestattet sind.

Wirtschaft – Kuba

Wichtige Wirtschaftszweige
Kuba war überwiegend ein Agrarland und hat lange an der Planwirtschaft festgehalten. Aufgrund der schweren Wirtschaftskrise ab 1989 wurden jedoch umfassende Wirtschaftsreformen umgesetzt. Das Land war der größte Zuckerexporteur der Welt. Nach der Restrukturierung der Zuckerindustrie ist der Anteil des Zuckers – auch 2004 mit einer geschätzten Ernte von 2,52 Mio. Tonnen – weit weniger wichtig geworden. Wegen der konstant niedrigen Weltmarktpreise für Zucker und des anhaltenden Embargos der USA förderte die Regierung verstärkt den Anbau anderer Agrarprodukte (v. a. Tabak, Kaffee und Zitrusfrüchte) für den Export. Der frühere Hauptdevisenbringer Zucker ist gegenüber dem Tourismus stark zurückgefallen. Kuba setzte große Hoffnungen auf den Fremdenverkehr und investierte in den Ausbau der Infrastruktur. Ab den 90-er Jahren wurde der Tourismus Motor und Hauptdevisenbringer der kubanischen Wirtschaft. 2004 brachten rund 2,05 Mio Touristen Bruttoeinnahmen von 2,4 Mrd. US$ ein. 1998 waren es gerade einmal 1500 Mio. US$.
2005 betrug der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ca. 5,5%, des Dienstleistungssektors ca. 68,4 % und der verarbeitenden Industrie ca. 26,1 %. Erdölraffinerien, sowie die Zement-, Tabak- und Textilindustrie sind von Bedeutung. Daneben werden Dünger, Fertigbauteile, landwirtschaftliche Maschinen und Verbrauchsgüter für den Binnenmarkt hergestellt. Eisen, Kupfer, Nickel, Kobald, Mangan- und Chromerze werden in steigendem Maße abgebaut. Außerdem werden Öl und Erdgas gefördert.

Wirtschaftslage
Seit 1994 wächst das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Kubas wieder. Die Wachstumsrate des BIP lag 2004 bei ca. 3 % und 2005 bei schätzungsweise 5 %.
Im Jahre 2004 betrug Kubas Warenausfuhr 2,2 Mrd. US$, die Wareneinfuhr 5,3 Mrd. US$, das Handelsvolumen 7,5 Mrd. US$ und das Handelsbilanzdefizit 3,1 Mrd. US$. Das Defizit wurde durch Überschüsse in der Dienstleistungsbilanz sowie durch Übertragungen und Nettokapitalimporte finanziert.

Wirtschaftspolitik
Die seit 1993 durchgeführten, vorsichtigen Liberalisierungsschritte im Wirtschaftsbereich – wie die Freigabe des Dollarbesitzes für Kubaner, die Ermöglichung ausländischer Investitionen, die Förderung des Tourismus, die Wiedereröffnung von Agrarmärkten und die begrenzte Zulassung von Kleinstunternehmern in bestimmten Bereichen – sollen das zentral gelenkte Wirtschaftssystem effizienter gestalten, ohne dass aber ein Systemwandel beabsichtigt wäre. Diese Maßnahmen haben die Situation der Bevölkerung z.T. verbessert, aber auch soziale Unterschiede vergrößert. Inzwischen lässt die kubanische Wirtschaft aber wieder steigende Zentralisierungstendenzen erkennen. Vorläufiger Höhepunkt dieser Tendenz ist die Abschaffung des US-Dollars als Zahlungsmittel am 8.11.2004 und seine Ersetzung durch den konvertiblen Peso (CUC) im Verhältnis 1:1. Der Besitz von US-Dollar ist seitdem nicht illegal, sein Umtausch in CUC wird allerdings mit einer Gebühr von 10 % belegt.

Handelspartner
Haupthandelspartner Kubas waren 2004 Venezuela, Spanien, China (VR), Kanada, Niederlande, Italien, USA, Mexiko und Russland.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen weltweit: Vereinte Nationen (seit 1945) sowie den meisten Sonderorganisationen der Vereinten Nationen; Blockfreienbewegung (Gründungsmitglied); regional: ACS (Association of Caribbean States), ALADI (Asociación Latinoamericana de Integración), SELA (Sistema Económico Latinoamericano), seit 1999 Beobachterstatus bei Teilveranstaltungen von CARICOM (Caribbean Community); Kuba ist Mitglied der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS), die Mitgliedschaft ruht jedoch seit 1962 (Politik des leeren Stuhles von Seiten Kubas und Entzug des Wahlrechtes in OAS-Gremien durch die OAS).

Umgangsformen

Geschäftsreisen legt man am besten in den Zeitraum November bis April (wenig Niederschlag). Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-12.30 und 13.30-16.30 Uhr.

Kontaktadressen

Handels- und Wirtschaftsabteilung der Kubanischen Botschaft
Stavanger Straße 20, D-10439 Berlin
Tel: (030) 91 61 18 11. Fax: (030) 916 45 53.
Internet: www.botschaft-kuba.de

Handelsabteilung der Kubanischen Botschaft
Himmelhofgasse 40 a-c, A-1130 Wien
Tel: (01) 877 81 98. Fax: (01) 877 81 98 30.
Internet: www.ecuaustria.at

Cámara de Comercio de la República de Cuba (Handelskammer)
Calle 21, No. 661, esq. a A, Vedado Ciudad de La Habana
Tel: 55 14 52. Fax: 833 30 42.
Internet: www.camaracuba.cubaweb.cu

Konferenzen/Tagungen

Moderne Einrichtungen sind im La Habana International Conference Center, Pabexpo und Expo Cuba zu finden. Weitere Informationen vom Kubanischen Fremdenverkehrsbüro (s. Adressen) oder vom
Buró de Convenciones de Cuba, COCAL
Hotel Neptuno, Calle 3ra e/70 y 74, 3er. piso, Miramar, La Habana
Tel: (07) 204 82 73. Fax: (07) 204 81 62.
E-Mail: .cu
Internet: www.cubameeting.co.cu

Santiago de Cuba und der Osten

Das 563 km östlich von Havanna gelegene Camagüey bietet eine Reihe von sehenswerten Kirchen und Museen. Die Stadt befindet sich im Zentrum einer fruchtbaren Ebene, in der Zucker hergestellt wird. Das fast unberührte Camagüey Archipel ist auch als Jardines del Rey bekannt. Innerhalb des Naturparks befinden sich etwa 20 km herrliche weiße Sandstrände, die bekanntesten sind Cayo Coco und Cayo Guillermo. Letzterer war ein beliebter Aufenthaltsort von Ernest Hemingway, der hier zum Angeln herkam.
Bayamo ist der Geburtsort von Manuel de Cépedes, dem Revolutionär aus dem 19. Jahrhundert, der hier Kubas Freiheitskampf von 1868 bis 1869 begann. Das heutige Bayamo ist ein hübsches kleines Städtchen mit einer der wenigen Fußgängerzonen der Insel. Von hier kann man die natürlichen Wanderwege des Parque Nacional del Granma um das Fischerdorf Cabo Cruz erkunden.
Holguín ist den meisten Touristen aufgrund seiner Flugzeuglandebahn bekannt, doch die alte Kolonialstadt mit ihren hübschen Plätzen und Straßen ist durchaus sehenswert. Außerdem findet man in dieser Region die Strandresorte Guarda la Váca und Esmeralda.
Die erste Hauptstadt Kubas, Santiago de Cuba (780 km von Havanna entfernt) besitzt einen eindrucksvollen Tiefseehafen, und die majestätische Bergkette Sierra Maestra bildet einen dramatischen Hintergrund. Obwohl Santiago seine Vormachtsstellung sehr bald aufgeben musste, wurde es nie von Havanna in den Schatten gestellt, was hauptsächlich den französischen Plantagenbesitzern und ihren Sklaven zu verdanken war, die sich im 18. Jahrhundert hier niederließen und die Region für die Kaffee- und Zuckerproduktion nutzte. Santiago bekam daraufhin ein kosmopolites Flair, was für die kulturelle und vor allem musikalische Bedeutung der Stadt verantwortlich war – der Son hat hier seinen Ursprung. Im Juli findet hier einer der spektakulärsten Karnevals des Landes statt, dem zu Ehren sogar ein eigenes Museum gegründet wurde. Die Hauptsehenswürdigkeiten der Altstadt Santiagos (um den Parque Céspedes herum) sind die Kathedrale, die Casa de Diego Velázquez, eine der ältesten Kolonialbauten Kubas und das Museo Emilio Bacardí, in dem sich die Antiquitäten- und Kunstsammlung des gleichnamigen Rumkönigs befindet. Neben dem Platz liegt das Casa Granda Hotel, ein Lieblingsort des britischen Autors Graham Greene.
Die Moncada Barracken, wo Fidel Castro und seine Revolutionäre 1953 einen Aufstand begannen, sind die am häufigsten besuchte Attraktion außerhalb des Stadtzentrums. Besucher sollten auch unbedingt die Umgebung Santiagos erkunden. Ausflugsziele sind z.B. das Castillo del Morro, einst eine bedeutende Festung und heute ein Piratenmuseum mit herrlicher Sicht auf die umliegende Landschaft. Der Schrein der Jungfrau von Cobre befindet sich in einer prunkvollen Basilika. Auch Papst Johannes Paul II. kam bei seinem Kubabesuch 1998 zu diesem wichtigen Pilgerort.
Die zauberhafte Stadt Baracoa befindet sich zwischen zwei Buchten an Kubas östlichstem Punkt. Man sagt, dass Christoph Kolumbus hier ein hölzernes Kreuz errichtete, als er 1492 an Land ging. Später wurde dieses Kreuz an die Kirche von Nuestra Señora de la Asumpción übergeben, wo man es heute besichtigen kann. Bis zu den 1960-er Jahren, als eine Verbindungsstraße zum Festland gebaut wurde, konnte man Kubas älteste europäische Siedlung nur mit dem Boot erreichen. Die Rolle der Stadt als ehemaliger spanischer Stützpunkt wird anhand der drei Festungen deutlich, der Fuerte Matachín (wo sich heute das Stadtmuseum befindet), dem Castillo de Seboruco (nun ein Hotel) und der Fuerte de la Punta (heute ein Restaurant).

Trinidad und das Landesinnere

Das wohlhabende und moderne Cienfuegos, 325 km südöstlich von Havanna, liegt am Fuße der Escambray Berge und hat einen malerischen Hafen. Das Stadtzentrum wurde im 19. Jh. mit der Hilfe französischer Siedler aus Louisiana erbaut, weshalb viele der schönsten Gebäude Ähnlichkeit mit New Orleans aufweisen. Der historische Stadtkern gehört seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Hauptsehenswürdigkeiten um den Parque José Martí sind die Kathedrale und das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Teatro Tomás Terry, das vor allem für sein prunkvolles Interieur bekannt ist. Näher am Hafen liegen die Burg, Castillo de Jagua und das Palacio de Valle, das mehrere architektonische Stile und maurische Einflüsse aufweist. Hier befindet sich heute ein Restaurant mit Dachterrasse, von der man eine herrliche Sicht auf die Bucht und die Umgebung hat.
Das historische Trinidad (444 km östlich von Havanna) hat sich trotz der steigenden Zahl von Touristen die Atmosphäre einer alten Kolonialstadt bewahrt. Gegründet im Jahr 1514 war Trinidad eine der ersten sieben Städte Kubas, und die zahlreichen Prachtbauten aus der Zeit zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert sicherten der Stadt ihren Platz unter den von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichneten Orten der Erde. Außer den kopfsteingepflasterten Straßen und pastellfarbenen Häusern sind die Hauptattraktionen der elegante Parque Martí und mehrere Museen in den Kolonialbauten, von denen das beste, das Museo Romántico, herrlich im Stil der damaligen Zeit renoviert wurde. Das Taller Alfarero, eine Keramikwerkstatt, in der immer noch die traditionellen Methoden angewandt werden, ist ebenfalls einen Besuch wert. Viele Touristen wohnen nicht in Trinidad selbst, sondern im nahe gelegenen Strandresort Playa Ancón. Außerdem sollte der 50 m hohe Torre de Manaca Iznaga erwähnt werden, ein Aussichtsturm mit herrlicher Sicht auf das Valle de los Ingenios (Tal der Zuckermühlen) und die Escambray Berge.
Die geschäftige Stadt Santa Clara (288 km östlich von Havanna) liegt im Herzen einer Agrarregion. Santa Clara wird oft mit dem Revolutionshelden Ernesto ‘Che’ Guevara in Verbindung gebracht, der die Stadt für die kubanische Revolution unterwarf, bevor der Diktator General Batista abdankte. Neben der Förderung dieser lebhaften Stadt bemüht sich die Regierung auch, das Potential der restlichen Attraktionen dieser Region auszuschöpfen, darunter Remedios und die Strände um Cayo Las Brujas.
Die Steinbrücke über den Fluss Yayabo bei Sancti Spíritus ist die älteste der Insel. Bei einem Spaziergang durch die verschlafenen Sträßchen dieser ruhigen Stadt kann man gut die koloniale Architektur bewundern. Das beste Beispiel für diesen Baustil ist das Colonial Art Museum.

Pinar del Río und der Westen

Pinar del Río ist unbestritten Kubas schönste Provinz. Die Landschaft ist äußerst vielfältig, die wohl größte Attraktion sind die mogotes (merkwürdig runde, von üppiger Vegetation bewachsene Berge aus Kalkgestein). Die Höhlen in dieser Region, vor allem die Cueva de las Indio, sind definitiv einen Besuch wert. Die Stadt Pinar del Río sollte eigens besichtigt werden. Hier gibt es mehrere Zigarrenfabriken, die für Touristen zugänglich sind. Die Tabakplantagen bei Vuelta Abajo, eine kurze Fahrt südwestlich von Pinar del Río entfernt, sind von Dezember bis April für Besucher zugänglich. Die Straße von Viñales bis zur Küste führt durch äußerst reizvolle Landschaft.
Die Isla de la Juventud (Insel der Jugend) ist die größte der 350 Inseln des Canarreos Archipels und war einst als ‘Papageieninsel’ bekannt, auf der sich Piraten wie z.B. der berüchtigte Engländer Captain Henry Morgan versteckten. Diese Insel soll auch die Inspiration für Robert Louis Stevensons Die Schatzinsel gewesen sein. Im selben Archipel liegt auch Cayo Largo, eines der bekanntesten Touristenzentren Kubas, das einige der besten Strände der Karibik zu bieten hat.
Varadero, der größte Urlaubsort Kubas, liegt auf einer geschützten Halbinsel 130 km nordöstlich von Havanna. Am Strand, der ganzjähriges Baden ermöglicht, stehen Villen und Hotels in weitläufigen Parkanlagen. Auch an der Südküste kann man nach Herzenslust baden. Zu nennen ist hier vor allem das Feriengebiet Parque Baconaco (Provinz Oriente). Das wieder aufgebaute Indianerdorf Guama liegt an einer weiten Lagune, 179 km südöstlich von Havanna in der Provinz Matanzas. Hier entstand ein Urlaubsort mit Hütten aus Palmenholz, die durch Brücken über die Lagune miteinander verbunden sind.

Havanna – Kuba

Mit einer Bevölkerung von 2 Millionen ist die kubanische Hauptstadt Havanna (La Habana) eine der größten und lebhaftesten Städte im Karibikraum. Havannas Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der umliegende Bezirk, der hauptsächlich aus dicht aneinanderstehenden, vom Verfall bedrohten Häusern aus dem 19. Jahrhundert und engen Gässchen besteht, hat seinen ganz eigenen Charakter, ebenso wie das von Hochhäusern geprägte Stadtzentrum (Vedado), das in den 1940-er und 1950-er Jahren entstand, als der amerikanische Einfluss am größten war. Das bekannteste Hotel hier ist das Nacional, das immer noch bei den Hollywoodstars sehr beliebt ist. Aus der selben Zeit stammt Miramar, das grüne Botschaftsviertel, das an Miami erinnert. Der als Malecón bekannte Schutzwall am Meer erstreckt sich über 5 km und ist besonders abends ein beliebter Treffpunkt für die Einheimischen. Havannas beste Strände, die Playas del Este, sind etwa 20 km vom Stadtzentrum entfernt.
Havanna wird oft mit dem amerikanischen Schriftsteller Ernest Hemingway in Verbindung gebracht, der sich gern in der nur einen Katzensprung von der prachtvollen Kathedrale entfernten Bar La Bodeguita Del Medio aufhielt. An der nahe gelegenen Plaza de Armas befindet sich das Museo de la Ciudad und das Palacio del Segundo Cabo, der einstige Wohnsitz des ?Capitan General?, von dem aus man eine herrliche Sicht hat. Die Räume des Museo de Arte Colonial sind ebenfalls einen Besuch wert, und auch das Castello de la Real Fuerza, die älteste der drei Festungen Havannas. Das prunkvoll eingerichtete Capitolio, das nach dem Vorbild des Kapitols in Washington DC erbaut wurde, war einst der Sitz der kubanischen Regierung. Im einstigen Präsidentenpalast befindet sich nun das Museo de la Revolución, und davor kann man unter einer Glaskuppel die Granma bewundern, die Jacht, auf der Castro und die Rebellen 1956 nach Kuba zurückkehrten. Geführte Touren durch die Tabakfabrik werden ebenfalls angeboten.

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