Archiv für die Kategorie „Reiseziele - Südamerika“
Chile – Sehenswürdigkeiten
Aus dem Zentrum von La Serena brauchen Sonnenanbeter gerade einmal ein paar Minuten zu Fuß bis zum Strand hinunter zu gehen. Die Stadt liegt direkt an der Küste und bietet Sonnenhungrigen und Wassersportler ein paar wunderschöne Badestrände. Wem der Himmel im Dunklen lieber ist, der ist hier genau richtig. Im nahe gelegenen Valle de Elqui, dem fruchtbaren Flusstal des Elqui, haben gleich mehrere Weltraumobservatorien ihren Sitz. Auch Laien dürfen hier einen Blick durch die riesigen Fernrohre auf das nächtliche Firmament werfen. Für Europäer übrigens eine besonders spannende Angelegenheit: Auf der Südhalbkugel bewegen sich die Himmelkörper in die andere Richtung als in der nördlichen Hemisphäre gewohnt.
Angler mit ausgeprägtem Jagdinstinkt finden in Chiles Flüssen wahre Goldgruben. Zwar sind diese meist recht kurz, schmackhafte Lachse leben hier trotzdem in Massen. Bergsteiger sollten ebenfalls einen gewissen Ehrgeiz mitbringen, wollen sie Chiles Gipfel bezwingen. Über die wilden Berge des Juan Fernandez Archipels lässt sich gerade noch so wandern – wobei der gerade einmal Tausend Meter hohe El Yunque so unglaublich steil ist, dass seine Vegetation bis heute kaum erforscht ist – die Hänge der Anden sind eher Terrain für geübte Kletterer. Abenteuersucher wagen einen Ausflug in den Nationalpark Laguna San Rafael. Ein riesiger Gletscher mündet in die gleichnamige Lagune. Vom Boot aus bietet sich den Besuchern eine atemberaubende Sicht auf das glänzende, meterdicke Eis des Gletschers.
Payadores, die Sänger des Volkes, träumen in ihren Liedern zumeist lautstark von der Liebe. Auf den ländlichen Fiestas haben die Huasos, die chilenischen Cowboys, Gelegenheit für ihren großen Auftritt. In den großen Städten des Landes werden weniger Fiestas oder Rodeos zelebriert, dafür finden sich hier unzählige Bars, Kneipen und Cafes. Vor allem in der Hauptstadt Santiago mit ihren über fünf Millionen Einwohnern fällt die Wahl des Lieblingslokals oft schwer. In der pulsierenden Metropole gibt es außerdem ein reichhaltiges kulturelles Angebot. Jährlich im Januar wird mit dem zwei Wochen dauernden Festival Internacional de Teatro Santiago a Mil ein außergewöhnliches Theaterfest gefeiert. Auch eine chilenische Variante der Love Parade wird hier zelebriert, ebenso wie ein beliebtes Jazzfestival. Das Altstadtviertel Cerro Alegre in der malerischen Hafenstadt Valparaiso, was zu deutsch übrigens soviel wie paradiesisches Tal bedeutet, ist nicht nur beliebtes Wohnviertel für Studenten und Künstler, auch die urigsten Kneipen der Stadt finden sich hier. Die Universität der Stadt stellt in Concepción ein beachtliches Kulturprogramm auf die Beine. In der zweitgrößten Stadt des Landes werden regelmäßig Theater- und Jazzfestivals veranstaltet, es gibt Konzerte und internationale Filme in den Kinos.
Auf über 4000 Kilometern erstreckt sich der südamerikanische Staat zwischen dem Pazifik auf der einen und den Anden auf der anderen Seite.
Zwischen Küste und westlicher Anden-Kette mit bis zu 6000 Meter hohen Gipfeln breitet sich die Atacama-Wüste aus, die trockenste Wüste der Welt. Im südchilenischen Punta Arenas – noch ein Superlativ, es ist nämlich die südlichste Großstadt der Welt, wird es selbst im Sommer kaum wärmer als zwölf Grad, dafür gibt es hier schier unglaublich viele Niederschläge und alle sieben Jahre sorgt das El-Niño-Phänomen für noch mehr Regen. Norden und Süden des Landes sind denn auch, ebenso wie die vorgelagerte Insel Feuerland, nur sehr dünn besiedelt. Die meisten Chilenen leben in der fruchtbaren Mitte ihres Landes, dem Valle Central, rund um die Hauptstadt Santiago de Chile.
Der schmale Streifen Land von Kap Hoorn bis zur Cordillera Darwin am Ende Südamerikas war im 19. Jh. bei Einwanderern aus Europa sehr beliebt. So machen denn heute die Nachkommen deutscher, englischer und irischer Siedler einen großen Teil der Bevölkerung aus. Die andere große Bevölkerungsgruppe sind mit den so genannten Mestizen, Mischlingen aus Weißen und Indios, die Nachfahren der ursprünglichen, indianischen Bevölkerung des Landes.
Chile – Essen und Trinken
Den Rang des Nationalgerichts haben sich die schmackhaft gefüllten Teigtaschen schon lange erobert. Empanadas gibt es in allen möglichen Varianten, mit geschmolzenem Käse, mit Hackfleisch, mit Gemüse oder auch mit einer Mischung aus allen Zutaten gefüllt. Ähnlich beliebt ist die Cazuela, eine kräftige Suppe mit Hähnchenfleisch und Maiskolben. Gerne gegessen, auch schon mal als Nachspeise, wird Humitas. Der Maisbrei wird in Maisblättern gekocht und süß oder auch salzig verspeist. Humitas schmeckt solo ebenso lecker wie als Begleiter von Asado, auf traditionelle Art gegrilltes Fleisch. Asado stammt wie im Nachbarland Argentinien meistens vom Rind. Auf dem Grill landen nicht nur Steaks, gerne genommen werden die würzigen Paprikawürste, genannt Longanizas. Neben Rindfleisch bereiten die Chilenen gerne Hähnchen zu. Außerdem erfreuen sich frische Meeresfrüchte größter Beliebtheit. Eine wichtige Rolle in der chilenischen Küche spielen Cochayuyo, getrocknete Meeresalgen. Für deutsche Besucher des südamerikanischen Landes ist es eine besondere Erfahrung, wenn ein Café auf seiner Speisekarte Apfelstrudel und Kuchen anbietet, doch sind die süßen Leckereien hier nicht minder beliebt als bei uns, von wo aus deutsche Einwanderer die Rezepte mitgenommen haben. Zum Essen mundet nicht nur den Chilenen ein vollmundiger Rotwein, ein Carmenère zum Beispiel. Diese exklusive Traube ist recht empfindlich und legt großen Wert auf die fruchtbaren vulkanischen Böden und die südamerikanische Sonne.
Länderinformationen – Chile
Hier finden sich staubtrockene Wüsten, eisbedeckte Gletscher und fruchtbare Flusstäler gleichermaßen. An den Ufern des Río Elquí bauen die Chilenen einen gehaltvollen Rotwein an, wenige Kilometer dahinter wachsen nur noch dürre, stachelige Büsche. Riesige Wälder bedecken Teile Südchiles, hier fliegen Kolibris auf der Suche nach süßem Nektar umher, aber auch Humboldt-Pinguine und Seelöwen fühlen sich an der eisigen Küste wohl. Mit acht Nationalparks, verteilt im ganzen Land, schützen die Chilenen ihre einzigartige Natur. Betreten werden dürfen allerdings alle Parks, und das ist auch gut so, würden Chile-Reisende doch sonst vieles verpassen.
Wagemutige paddeln, auf eigene Faust oder mit einem ortskundigen Führer, über die kurzen, oft genug reißenden Flüsse, erklimmen steile Gipfel oder wandern tagelang ungestört durch Feuerlands Weiten. Kulturhungrige werden in Chile ebenfalls fündig. Valparaiso, malerisch an der gleichnamigen Bahia gelegen, gilt als kulturelles Zentrum des Landes. Im gesamten hügeligen Stadtgebiet finden sich reich verzierte Gebäude, errichtet von den spanischen Kolonialherren. Ein besonderes Erlebnis ist eine Fahrt mit einem der 15 Aufzüge, die die steilen Straßen auf Schienen erklimmen.
Zwar ist die Hauptstadt Santiago im Laufe ihrer Geschichte immer wieder von Erdbeben heimgesucht worden, eine Reihe historischer Gebäude haben dennoch überdauert. Die Casa Colorada, ein Palast aus der spanischen Kolonialzeit, und die Kirche Iglesia San Francisco sind herausragende Denkmäler spanischer Baukunst.
Impfempfehlungen für Chile
Generell: Tetanus/Diphtherie/Hepatitis-A. In Risikogebieten/bei Risikogruppen: Hepatitis B/Tollwut/Typhus.
Hantavirus:
Ein 24-jähriger Tourist aus England starb in der ersten Dezemberwoche 2008 an einer Hantavirus-Infektion nach seiner Reise durch Argentinien und Chile. Nach Aussage der chilenischen Gesundheitsbehörden wurden in Chile 37 Hantavirus-Infektionen 2008 gemeldet – darunter auch Todesfälle. In den vergangenen acht Jahren starben mehr als 200 Menschen in Chile an einer Hantavirus-Infektion. Hantaviren gehören zu den Erregern viraler hämorrhagischer Fieber. Sie werden durch Sekrete und Ausscheidungen von freilebenden Nagetieren (v.a. Mäuse und Ratten) auf den Menschen übertragen. Personen in der Landwirtschaft, aber auch Camper die sich in der freien Natur aufhalten (und dadurch Kontakt zu Nagetieren haben) sind am meisten gefährdet. Beim Campen im Freien ist auf eine Beseitigung von offenen Nahrungsmittelabfällen zu achten, welche die Tiere anziehen könnte. Urlauber in ländliche Regionen, sollten sich bei Freilandaufenthalten von Nagetieren fernhalten und eine sorgfältige Lebensmittelhygiene durchführen.
Trichinose:
Vorsicht beim Verzehr von unzureichend gegartem Schweinefleisch (in z.B. Hackfleisch-Spießen und Würsten). Insbeso ndere aus dem Süden des Landes werden vermehrt Trichinose – Erkrankungen (Wurmerkrankung) gemeldet. Bei vollständig durchgebratenen oder abgekochten Fleisch besteht kein Infektionsrisiko.
Diverse Infektionskrankheiten:
Landesweit, besonders in den Küstenregionen, besteht außerdem eine erhöhte Infektionsgefahr insbesondere für diverse Darminfektionen. Deshalb sollten nur geschälte oder gekochte Nahrungsmittel und abgefüllte Getränke – ohne Eis – verzehrt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln in billigen Straßenrestaurants und auf Märkten wird gewarnt.
Bitte informieren Sie sich rechtzeitig vor Antritt der Reise über eventuelle Änderungen der Impfempfehlungen. Aktuelle Auskünfte erteilt der wissenschaftliche Informationsdienst des Tropeninstituts München unter www.fitfortravel.de.
Landesspezifischer Hinweis – Chile
Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Chile mittlerweile eines der am stärksten von Influenza A(H1N1) Fällen betroffenen Länder Lateinamerikas ist (siehe aktueller Hinweis).
Kriminalität:
In den größeren Städten und Touristenzentren kommt es regelmäßig zu Rucksack- und Taschendiebstahl. Auch Überfälle mit Gewaltanwendung auf Touristen, Einbrüche in Mietwagen u.ä. sind ? vor allem in Santiago, Valparaíso/Viña del Mar, San Pedro de Atacama und seit neuestem auch in Temuco und Umgebung ? keine Seltenheit mehr.
In der Umgebung von Temuco (8. und 9. Region) kommt es immer wieder zu gewaltsamen Ausschreitungen durch Mapuche-Indigene, gelegentlich werden dort auch Fahrzeuge angegriffen und Fernstraßen gesperrt. Besucher sollten aufmerksam sein, sich zu Fuß möglichst nicht allein und vor allem nicht nachts bewegen und sich bei Übergriffen defensiv verhalten Der Besuch ärmerer Wohnviertel sollte vermieden werden.
In Busbahnhöfen, an öffentlichen Plätzen (auch am Strand!), in Restaurants, Cafés und Supermärkten sollte man sein Gepäck bzw. persönliche Habe nicht aus den Augen lassen. Bei Bus- und Metrofahrten innerhalb Santiagos besteht die Gefahr, dass im Gedränge Handtaschen oder Rucksäcke unbemerkt aufgeschlitzt und Gegenstände entnommen werden. Beliebt ist auch der Diebstahl von über Stuhllehnen gehängten Taschen in einem unaufmerksamen Moment.
Vulkanausbrüche:
Der Vulkan Chaitén in der Región de los Lagos, dessen Ausbruch 2008 zur Evakuierung von ca. 8.000 Personen aus der Region führte, ist weiterhin aktiv.
Auch der im Nationalpark Conguillío gelegene Vulkan Llaima in der Región de la Araucania bricht in unregelmäßigen Abständen aus, was immer wieder zu Evakuierungen und Schließung des Nationalparks führt. Infolge des Vulkanausbruchs ist mit Schlammlawinen und über die Ufer tretenden Flüssen zu rechnen.
Allgemein muss in Chile immer mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden.
Gefährdung durch Landminen:
Nach Angaben chilenischer Behörden wurden im Grenzgebiet zu Peru, Bolivien und den sich anschließenden Grenzregionen zu Argentinien (I. und II. Region), auf Feuerland und verschiedenen kleineren Inseln in der XII. Region sowie in der V. Region (Sector San Antonio – Tejas Verdes) während der Militärregierung über hunderttausend Anti-Personen-Minen verlegt, deren Räumung nur langsam vorankommt. Im Küstenbereich in der Nähe von Peru wurden die Minen zum Teil in Strandnähe verlegt bzw. dorthin angeschwemmt. Die Kennzeichnung der Minenfelder ist nicht flächendeckend sichergestellt bzw. in unwegsamem Gelände nicht vorhanden. Reisende sollten sich in diesen Gebieten nur auf befestigten Straßen und Wegen bewegen.
Detaillierte Informationen unter www.mineaction.org (-> Country Profile ) www.icbl.org/lm/2003/chile.
Einreisebestimmungen – Chile
Beste Reisezeit:
Für Reisen in den Süden des Landes (einschließlich der Hauptstadt Santiago) sind die Monate Oktober bis April (Sommer auf der Südhalbkugel), für den Norden eher die Wintermonate der Südhalbkugel (Juli bis Oktober) geeignet.
Einreisebestimmungen:
Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass. Eine Ein- und Ausreisekarte wird während des Fluges verteilt bzw. kann an den Grenzübergängen ausgefüllt werden. Das Dokument muss bis zur Ausreise aufbewahrt werden. Der Aufenthalt kann um weitere 90 Tage verlängert werden, wenn der Reisepass mindestens zwölf Monate gültig ist.
Kinderausweise müssen auch bei Kindern unter zehn Jahren ein Lichtbild enthalten. Seit dem 1. Januar 2006 wird der bisherige Kinderausweis nicht mehr ausgestellt und nicht mehr verlängert. Dann muss für die Einreise ein eigener Kinderreisepass oder Reisepass vorgelegt werden. Aufgrund der praktischen Erfahrung wird empfohlen, auch für Kinder eigene Reisepässe ausstellen zu lassen, da verschiedene Stempel bei der Einreise eingetragen werden müssen. Jugendliche unter 18 Jahren, die ohne Erziehungsberechtigte reisen, müssen bei der Ausreise eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten vorlegen, die vom zuständigen chilenischen Konsulat ausgestellt werden muss. Nähere Informationen erhalten Sie bei den zuständigen Vertretungen in Deutschland.
Für Hunde und Katzen muss bei der Einreise ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis, ein Impfzeugnis sowie der Nachweis über eine Behandlung gegen Parasiten vorgelegt werden. Eine Tollwutimpfung muss mind. 30 Tage vor Abflug stattgefunden haben und nachgewiesen werden. Nähere Informationen erhalten Sie bei der zuständigen Vertretung in Deutschland.
Impfempfehlungen für Ecuador
Impfempfehlungen:
Generell: Tetanus/Diphtherie/Hepatitis-A. In Risikogebieten/bei Risikogruppen: Hepatitis-B/Tollwut/Gelbfieber/Typhus.
Malaria:
Ganzjährig besteht ein Risiko im ganzen Land unterhalb von 1.500 Metern Höhe, vor allem in Esmeraldas, El Oro, Manabi, Los Rios, Cotopaxi und Loja. Als malariafrei gelten das Hochland, Quito, Guayaquil und die Galapagosinseln. Prophylaktische Maßnahmen sowie Notfallmedikation sollten vor Reisebeginn mit dem Arzt abgesprochen werden. Darüber hinaus sollte auf guten Mückenschutz durch langärmelige Kleidung, Sprays und Moskitonetze geachtet werden. Dieser schützt auch am besten vor Dengue-Fieber und Gelbfieber. Letzteres wird vor allem östlich des Andenhauptkammes (Morona-Santiago, Napo, Pastaza, Sucumbios, Zamora-Chinchipe) von Mücken übertragen.
Dengue Fieber:
Aus der Provinz Esmeraldas wurden in den vergangenen Wochen und Monaten vermehrt Dengue Fieber-Fälle berichtet. Nach Aussage der örtlichen Gesundheitsbehörden werden landesweit die meisten Dengue Fieber-Erkrankungen aus Esmeraldas gemeldet. Die Behörden führen derzeit verstärkt Mückenbekämpfungsmaßnahmen durch, um der weiteren Ausbreitung der Infektionskrankheit in der Provinz entgegenzuwirken. Reisende sollten gute Mückenschutzmaßnahmen durchführen.
Gelbfieber:
In den Gelbfiebergebieten östlich des Andenhauptkammes (Morona-Santiago, Napo, Orellana, Pastaza, Sucumbios, Zamora-Chinchipe) besteht unverändert ein erhöhtes Gelbfieber Übertragungsrisiko. Ein sorgfältiger Mückenschutz und eine Gelbfieberimpfung sind empfohlen.
Tollwut:
Die Tollwut-Impfkampagnen, die in Lateinamerika die letzten Jahre durchgeführt wurden, haben zu einem erfolgreichen Rückgang von jährlich über 200 Tollwutfällen geführt. Abgesehen von Hunden sind auch hier – wie in den USA – die Fledermäuse die häufigste Infektionsursache beim Menschen. Der Biss der Fledermaus kann u. U. unbemerkt bleiben, da Fledermäuse über sehr kleine Zähne verfügen. Das beinhaltet die Gefahr, dass der Biss nicht wahrgenommen wird und somit die Infektionsgefahr unerkannt bleibt. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten “Risikogruppe” gehören “Rucksackreisende”, Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden durch streunende Tiere im Falle von Blut- bzw. Speichelkontakt durch streunenden Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.
Diverse Infektionskrankheiten:
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.
Bitte informieren Sie sich rechtzeitig vor Antritt der Reise über eventuelle Änderungen der Impfempfehlungen. Aktuelle Auskünfte erteilt der wissenschaftliche Informationsdienst des Tropeninstituts München unter www.fitfortravel.de.
Impfbestimmungen für Ecuador
Impfbestimmungen:
Es bestehen keine Impfvorschriften bei der Direkteinreise aus Europa. Bei Einreise aus einem Infektionsgebiet muss eine Gelbfieber-Impfbescheinigung vorliegen. Ausgenommen sind Kinder unter einem Jahr.
Bitte informieren Sie sich rechtzeitig vor Antritt der Reise über eventuelle Änderungen der Impfbestimmungen. Aktuelle Auskünfte erteilt der wissenschaftliche Informationsdienst des Tropeninstituts München unter www.fitfortravel.de.
Landespezifischer Hinweis für Ecuador
Landesspezifischer Hinweis
Reisen über Land:
Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass allgemein die Sicherheitslage im Grenzgebiet zu Kolumbien, v.a. in der Provinz Sucumbíos, durch Entführungen und Aktivitäten bewaffneter Gruppen beeinträchtigt wird. Auch wenn in letzter Zeit keine Entführungen oder sonstige gravierende Übergriffe gegen Touristen bekannt geworden sind, ist vor Reisen in die Urwaldlodges im Amazonasgebiet mit den Reiseveranstaltern die aktuelle Sicherheitslage abzuklären. Auch bei Überlandfahrten in den Provinzen Esmeraldas, Orellana und Napo sowie bei Besuchen der Küstengegend in und um die Stadt Esmeraldas ist wegen des gestiegenen Risikos von Überfällen erhöhte Vorsicht geboten.
Ecuador weist eine der höchsten Unfallraten Lateinamerikas auf. Insbesondere Reisebusse sind häufig in schwere Unfälle verwickelt. Bei Nacht sollten Fahrten in Überlandbussen vermieden werden.
Bei sportlichen Aktivitäten (z.B. Bergsteigen, Rafting u.ä.) entsprechen die Sicherheitshinweise und -vorkehrungen nicht dem Standard in Deutschland. Auch in dieser Hinsicht ist es bei der Auswahl von örtlichen Reiseunternehmen sinnvoll, Sicherheitsmaßnahmen vorher abzufragen. Insbesondere Bergtouren (auch von erfahrenen Bergsteigern) sollten mit ortskundigen Führern durchgeführt werden.
Kriminalität:
In größeren Städten, an touristischen Schwerpunkten (z.B. Ausgehviertel Mariscal Sucre in Quito) und in öffentlichen Verkehrsmitteln kommt es in erheblichem und weiter steigendem Umfang Umfang zu Diebstählen und Raubüberfällen.
Grundsätzlich sollte auf das Gepäck gut geachtet werden. Schmuck sollte möglichst nicht getragen werden; Uhren, Kameras und Mobiltelefone sollten nicht auffällig zu sehen sein. Bei Dunkelheit sollte auch für kürzere Strecken ein registriertes Taxi benutzt werden.
Auf Wanderstrecken zu beliebten Touristenzielen (insbesondere Lagune San Pablo bei Otavalo und Vulkan Pichincha via Cruz Loma) kommt es besonders häufig zu Überfällen bzw. Gewaltverbrechen.
Besonders gefährdet sind Einzelreisende. Bei der Auswahl von örtlichen Reiseunternehmen sollte auf geeignete Sicherheitsvorkehrungen geachtet werden bzw. sollten solche abgefragt werden.
Aufgrund der Gewaltbereitschaft der Täter sollte bei Raubüberfällen keine Gegenwehr geleistet werden.
In Quito ist das Büro der städtischen Tourismuspolizei rund um die Uhr geöffnet. Es liegt an der Ecke der Straßen Reina Victoria und Vicente Roca im dritten (!) Stockwerk.
Naturkatastrophen:
Ecuador liegt in einer Erdbebenzone und hat mehrere aktive Vulkane. In den letzten Jahren kam es zu Eruptionen (vorwiegend Ascheregen) verschiedener Vulkane. Insbesondere die Vulkane Tungurahua (Touristengebiet Baños), Sangay und Reventador sind derzeit vermehrt aktiv; der Vulkan Cotopaxi steht unter intensiver Beobachtung. Auf mögliche Evakuierungen und Behinderungen des Reiseverkehrs (auch durch kurzfristige Sperrungen der Flughäfen Guayaquil und Quito) wird hingewiesen.
Reisende sollten sich daher stets zeitnah über die aktuelle Lage in den betroffenen Regionen informieren. Informationen in spanischer Sprache zu Erdbeben und Vulkanaktivitäten können auf der Internetseite des Instituto Geofísico – Escuela Politécnica Nacional, Quito-Ecuador abgerufen werden: http://www.igepn.edu.ec/index.html
In den Wintermonaten (Januar – April) kommt es aufgrund von Regenfällen häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen, die neben der Küstenregion teilweise auch das Hochgebirge betreffen. In der Folge kann es zu starken Beschädigungen der Verkehrswege kommen, die die Reisesicherheit beeinträchtigen. Reisende sollten sich über die aktuelle Lage und Verkehrssituation durch örtliche Medien bzw. den Reiseveranstalter informieren und mit Behinderungen im Reiseverkehr rechnen.
Bitte informieren Sie sich rechtzeitig vor Antritt der Reise über eventuelle Änderungen der Einreisebestimmungen bei der zuständigen Vertretung des Urlaubslandes oder beim Auswärtigen Amt unter www.auswaertiges-amt.de. Die Kontaktadressen der Ländervertretungen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Weltweiter Sicherheitshinweis für Ecuador
Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge besteht fort. Vorrangige Anschlagsziele sind Orte mit Symbolcharakter. Dazu zählen Regierungs- und Verwaltungsgebäude, Verkehrsinfrastruktur (insb. Flugzeuge, Bahnen, Schiffe), Wirtschafts- und Tourismuszentren, Hotels, Märkte, religiöse Versammlung sowie generell größere Menschenansammlungen. Es kommt zu Sprengstoffanschlägen, Angriffen mit Schusswaffen, Entführungen und Geiselnahmen. Der Grad der terroristischen Bedrohung ist von Land zu Land unterschiedlich. Eine Anschlagsgefahr besteht insbesondere in Ländern und Regionen, wo bereits wiederholt Terrororganisationen aktiv waren, wo Terroristen über Rückhalt in der lokalen Bevölkerung verfügen oder wo Anschläge mangels effektiver Sicherheitsvorkehrungen vergleichsweise leicht verübt werden können. Die Gefahr, Opfer eines Anschlages zu werden ist im Vergleich zu anderen Risiken, die Reisen ins Ausland mit sich bringen, wie Unfällen, Erkrankungen oder gewöhnlicher Kriminalität, relativ gering. Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Reisenden nachdrücklich ein sicherheitsbewusstes und situationsgerechtes Verhalten. Reisende sollten sich vor und während einer Reise sorgfältig über die Verhältnisse in Ihrem Reiseland informieren, sich situationsangemessen verhalten, die örtlichen Medien verfolgen und verdächtige Vorgänge (unbeaufsichtigte Gepäckstücke in Flughäfen oder Bahnhöfen, verdächtiges Verhalten von Personen o.ä.) den örtlichen Polizei- oder Sicherheitsbehörden melden.

